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Partnerstadtkontakte

Das Jugendorchester pflegt intensiven Kontakt mit Wunsiedels Partnerstadt Mende. Die Musiker unternahmen bereits eine Fahrt dorthin, umrahmten einen Festakt und gaben ein Standkonzert. Der folgende Artikel der Frankenpost vom 6.10.2000 beschreibt das letzte Treffen der Partnerstädte in Wunsiedel.

Am Rande der offiziellen Feiern:

Musikalische Kontakte zwischen den Partnerstädten


WUNSIEDEL. - Abseits des festen Programms zu den offiziellen Feierlichkeiten "Zehn Jahre Partnerschaft Wunsiedel-Schwarzenberg" traten Musiker aus den Partnerstädten an verschiedenen Orten der Stadt auf. Bereits am ersten Abend, als die Reisegruppen aus Mende und Volterra eingetrofen waren, spielten zehn junge und jungebliebene Musiker unter Leitung von Leon Nadé, dem Direktor der Musikschule Mende/Lozere, Jazzstandards und in kleiner Besetzung Bossa Novas in den Räumen der Stadtwerke.
Die Mitglieder der Gruppe waren auf verschiedene Gastfamilien, auch bei Mitgliedern des Jugendblasorchesters in Wunsiedel und Umgebung, verteilt worden. Gerade über die Musik war es auch Mitgliedern der deutschen Familien möglich, in Kommunikation mit den französischen Gästen zu treten.
Noch am selben Abend wurden die Gäste mit der bayerischen Weizenbierkultur bekannt gemacht. Mit dem Wirt wurde vereinbart, dass die Gruppe am nächsten Tag nachdem offiziellen Programm Inder "Ewigen Baustelle" spielen konnte. Am Samstagmorgen konnten auch Teile der Wunsiedler Bevölkerung am Luitpoldplatz abwechselnd das Jugendorchester unter der Leitung von Norbert Hofmann mit fetzigen Jazzstücken und ebenso temperamentvolle Musik der Mendois genießen. Während dieser Zeit hatten sogar die Markt schreier auf dem Marktplatz ihre Stimmen etwas reduziert, sodass die Musik auch dort gut zu hören war. Tatsächlich wurden auch mehr und mehr Marktbesucher durch den "typisch französischen Klang" angezogen. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt und einem gemeinsamen Essen im "Amtsschimmel" lernten die Gäste zusammen mit ihren Gastgebern bei strahlendem Sonnenschein die landschaftlichen Schönheiten der Region kennen.
In Waldsassen wurde der musikalische Faden in der Basilika zwischen Frankreich und Deutschland weitergesponnen. Bei einer Orgelvorführung konnte man erfahren, dass - neben Montreal- die Orgel der Basilika zu den weitbesten gehört. Sichtlich beeindruckt hörten die Gäste ein Orgelstück von Marcele Dupree, einem zeitgenössischen Komponisten. Ein Picknick mit Kaffee und Kuchen am Eingang der "Kappel" stieß auf allgemeine Begeisterung.
Parallel dazu besuchten die Vertreter der offiziellen Delegation aus Mende und Volterra die Brauerei Hönicka, bei der es eine Brotzeit und Bier gab. Auch am Morgen des Sonntages war Leon mit seiner Trompete im Einsatz. Nach einem Besuch im Gottesdienst der katholischen Kirche ging's noch zum Musikverein Rehau, mit dem der Franzose ein Ständchen zum Besten gab. Bei einem Arbeitsgespräch der offiziellen Delegation im Rathaus wurde die zukünftige Zusammenarbeit der drei europäischen Städte Mende, Volterra und Wunsiedel besprochen und festgelegt.
Nach dem Mittagessen beim ,,Hütten"-Wirt folgte eine gemeinsame Wanderung durch das Luisenburg-Labyrinth. Die offizielle Delegation besuchte das Natursteinarchiv. Am Abend wurden die französischen und italienischen Gäste mit einem Potpourri von Melodien aus Bayern, Tschechien, Russland, Frankreich, Italien von Werner Novatius am Akkordeon verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt saß aber die Bigband bereits im Bus, um wieder - miteinigen Sechsliterfläschchen im Gepäck, 1000 Kilometer westwärts in das Lozere zurückzufahren.
Nach intensiven Adressenaustausch will man unbedingt in Kontakt bleiben und sich in Wunsiedel oder Mende wiedertreffen. K. H.




In der Maxstraße konnten die Gäste aus Mende der Musik der Wunsiedler lauschen